Die Schweiz trägt mehr als jedes andere Land zur internationalen Steuerflucht und der Verschleierung von anderen unlauteren Finanztransaktionen bei. Dies zeigt der neue Financial Secrecy Index des Tax Justice Networks. Auch die USA und Grossbritannien schneiden schlecht ab.
Das Tax Justice Network (TJN) hat zum zweiten Mal eine internationale Rangliste der siebzig grössten Schattenfinanzplätze und Steuerfluchtoasen vorgestellt. Die Schweiz belegt den unschönen ersten Platz, noch vor den Cayman Islands (Platz 2) und Luxemburg (Platz 3). Sie ist nicht nur eine der bedeutendsten globalen Finanzdrehscheiben, sondern „besticht“ auch durch aussergewöhnliche Intransparenz. Damit bietet sie nach Ansicht des TJN optimale Voraussetzungen zur Verschleierung der internationalen Steuerflucht, der Geldwäscherei und anderer unlauterer Finanztransaktionen.
USA und Grossbritannien am Pranger
Auch die USA (Platz 5) und Grossbritannien (Platz 13) schneiden auf dem neuen Index schlecht ab. Der Grund dafür ist bekannt: US-amerikanische Bundesstaaten und London tragen mit ihren Trusts und anderen anonymen Konstrukten fast genauso sehr wie die Schweiz zur Intransparenz der internationalen Finanzmärkte bei. Trotzdem verstehen sich die USA und Grossbritannien gerne als Speerspitzen im internationalen Kampf gegen die Steuerflucht.
Weiterlesen:
Financial Secrecy Index 2011
Ressourcen
07.10.2011
Alliance Sud

