Bild: WHO
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Am 19./20. September organisiert die UNO ein Gipfeltreffen zum Thema Chronische Krankheiten. Nach wie vor wenig Beachtung findet die Tatsache, dass 80% der Todesfälle, die auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes zurückzuführen sind, sich in Entwicklungs- und Schwellenländern ereignen.  Das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz hat ein thematisches Dossier zum Thema zusammengestellt.

Der erste „Global Status Report“ der WHO bezeichnet Chronische Krankheiten als eine „schleichende Katastrophe“. Von diesen nicht-übertragbaren Krankheiten sind Schwellen- und Entwicklungsländer unterdessen massiv betroffen.

Die steigende Lebenserwartung, die rasante Urbanisierung und die Globalisierung eines ungesunden Lebensstils – wie erhöhter Tabak- und Alkoholkonsum, mangelhafte Ernährung und Bewegungsmangel – gelten als Hauptursachen für die Zunahme chronischer Erkrankungen.

Die Verbreitung der chronischen Krankheiten ist auch eine Geschichte der Armut und der sozialen Ausgrenzung – im Norden wie im Süden. Dort aber treffen die Krankheiten auf ein bereits schwaches Gesundheitssystem, was die Situation für die Betroffenen noch zusätzlich erschwert. Die Kosten für die Prävention und die Behandlung steigen. Die chronischen Krankheiten belasten auch die Volkswirtschaften, sind doch der überwiegende Teil der Betroffenen im erwerbsfähigen Alter.

2011 stehen nicht-übertragbare Krankheiten erstmals ganz oben auf der internationalen Agenda: In Moskau fand im April 2011 „The First global ministerial conference on healthy lifestyles and noncommunicable disease control“ statt und besonders auf dem für September 2011 geplanten UN-Gipfel der internationalen Staatengemeinschaft ruhen grosse Erwartungen.

Quelle: MMS Dossier: Chronische Krankheiten