Jobs go global
Jugend und Arbeit / Jobs go global:
So heisst die Bildungskampagne von Bildung und Entwicklung, Alliance Sud und Filme für eine Welt, welche sich in erster Linie an SchülerInnen in Berufsfachschulen und berufsvorbereitenden Ausbildungen richtet. Die Kampagne steht im Rahmen des DEZA-Schwerpunktthemas «Jugend und Entwicklung» sowie der UN-Millenniumsziele zur Halbierung der Armut bis 2015. Call-center Agentinnen in
Ägypten, welche die Bestellungen und Reklamationen von Kunden einer englischen
Firma entgegennehmen? Eine afghanische Staatsanwältin? Was hat dies alles mit
der Arbeitssituation von Jugendlichen in der Schweiz zu tun? Was mit ihren
Bildern über die Arbeit von jungen Menschen in anderen Ländern?
Inhaltsverzeichnis
Unterschiede und Parallelen
Die Globalisierung verändert die Arbeitswelt – nicht nur von Erwachsenen, auch von Jugendlichen. So hat die Auslagerung von Arbeitsplätzen in Schwellen- und Entwicklungsländer Auswirkungen auch auf das Angebot von Arbeitsplätzen und Lehrstellen junger Menschen in der Schweiz. Die in Entwicklungs- und Schwellenländern entstandenen neuen Stellen ziehen wiederum gerade die jungen Menschen dieser Länder an; die Arbeitsbedingungen können sie oft noch schlechter beeinflussen als ihre älteren Kollegen und Kolleginnen.
Mit dem soeben erschienenen Medienset «Jugend und Arbeit / jobs go global» können sich Schülerinnen und Schüler mit solchen Veränderungen und Einflüssen auf ihre Arbeitssituation auseinander setzen und das Thema «Jugend und Arbeit» im Zusammenhang mit weltwirtschaftlichen Entwicklungen erarbeiten. Sie lernen nicht nur die Unterschiede ihrer eigenen Arbeitssituation mit derjenigen von Jugendlichen in Ost und Süd zu vergleichen, sondern auch Parallelen und Ähnlichkeiten herauszuarbeiten und zu analysieren. Über den Perspektivenwechsel entwickeln sie Verständnis für andere Arbeits- und Lebenswelten.
Der Auseinandersetzung mit dem eigenen Arbeitsplatz wird im Unterrichtsmaterial viel Platz eingeräumt. Die Schülerinnen und Schüler lernen hier nicht nur die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der eigenen Arbeitssituation und derjenigen eines Mitschülers zu beschreiben und erklären. Die Bedeutung von Arbeit in der hiesigen Gesellschaft, aber auch die soziale Wert- oder Geringschätzung von verschiedenen Arbeiten sind im Lehrmittel zentral.
Multimediales Medienset
Das Lehrmittel wird von verschiedenen Instrumenten
begleitet, welche das Arbeiten an diesem Thema spannend und abwechslungsreich
machen. Im Zentrum steht ein Fotoset mit 32 Bildern unterschiedlicher
Arbeitssituationen von Menschen aus aller Welt, welches durch Hintergrundtexte
ergänzt wird: Fotos wie eben dasjenige von ägyptischen Call-Center-Agentinnen
zeigen auf, wie weit die Auslagerung von Arbeitsplätzen geht. Der Text zum Bild
erläutert aber auch die Probleme, die durch diese Arbeit den Agentinnen
entstehen: Sie müssen den Spagat zwischen der traditionellen Welt ihrer Familie
und der globalisierten Welt der Auftraggeber aushalten. Und dass es in Afghanistan
Staatsanwältinnen gibt, mag manchen erstaunen und hoffentlich zu Diskussionen
anregen.
Zum Medienset gehört auch ein Fragebogen, mit welchem die Lernenden selbständig
arbeiten können. Ein Kartenset mit Symbolen und Begriffen erlaubt es, sich mit
abstrakten Begriffen wie «Globalisierung» auseinander zu setzen. Aber auch eine
Webseite und insbesondere ein Set von ausgewählten Filmen unterstützen die
Erarbeitung der Themen «Arbeit im Allgemeinen», «Arbeit hier und anderswo»
und «Weltweiter
Arbeitsmarkt».
Bestellung
«Jugend und
Arbeit / jobs go global». Bernhard Probst, Patrick Helfer, Beat Stauffer / DEZA, SBE, Alliance
Sud, Filme für eine Welt (Hg.) / 2007. Mit Begleitdossier für Lehrpersonen, inkl. DVD, Kopiervorlagen für SchülerInnen,
Fotoset sowie Symbol- & Begriffskarten. Fr. 19.- (plus Versandkosten).
Zu
bestellen bei: Stiftung Bildung und Entwicklung, Postfach 8366, 3001 Bern. Tel.
031 389 20 21. www.jobsgoglobal.ch
Kontakt
Dieses Dossier wird redigiert von Manuela Reimann Graf, Stiftung Bildung und Entwicklung
http://www.globaleducation.ch

