Gefährliche Arbeitsbedingungen für Minenarbeiter im Kongo.
Gefährliche Arbeitsbedingungen für Minenarbeiter im Kongo.

Mit dem Wirtschaftsaufschwung der letzten zwei Jahrzehnte stieg auch die weltweite Nachfrage nach Bodenschätzen massiv. Damit wurde der Abbau von Rohstoffen auch in Ländern attraktiv, die zuvor wegen dem schweren Zugang zu den Rohstoffvorkommen, schwachen Staatsstrukturen oder wegen lange andauernden Konflikten für Investoren unattraktiv waren. Das Rohstoffgeschäft und seine Auswirkungen stehen im Zentrum der aktuellen ökumenischen Kampagne von Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein.

Lokale Bevölkerung auf der Verliererseite
Für die lokale Bevölkerung hat der exzessive Abbau von Rohstoffen vor allem negative Folgen. Verhandlungen zwischen Regierungen und  internationalen Unternehmen über neue Investitionsprojekte werden fast immer über ihre Köpfe hinweg geführt. Anstatt vom Rohstoffabbau und dem Reichtum ihrer Böden zu profitieren, leiden die Menschen unter Vertreibungen. Es gibt gravierende Umweltverschmutzungen, in vielen Minen herrschen prekäre Arbeitsbedingungen.

Protesten begegnen staatliche und private Sicherheitskräfte häufig mit Gewaltanwendung. Zudem verursachte der Kampf um die immensen Bodenschätze in Ländern wie der DR Kongo gar einen der grausamsten Bürgerkriege weltweit.

Ungleiche Machtverhältnisse
Der Minensektor gehört für viele Entwicklungsländer zu den wichtigsten staatlichen Einnahmequellen. Doch viele Regierungen verfügen weder über den Willen noch über die Mittel, die Tätigkeiten multinationaler Konzerne zu regulieren und zu überwachen.  Beamten  ermöglicht das Rohstoffgeschäft zudem oft, sich persönlich zu bereichern. So trägt der Rohstoffabbau kaum etwas zur allgemeinen Entwicklung der Staaten bei:  Zwei Drittel der ärmsten Menschen der Welt leben in rohstoffreichen Ländern.

Weitere Informationen unter www.rechtaufnahrung.ch

Quelle: Brot für alle