Was bisher geschah: Unsere Heldinnen Barbara in der Schweiz und Carla in Mocambique kämpfen als Krankenpflegerinnen mit den jeweiligen Problemen in ihrem Gesundheitssystem: Während Barbara die Konsequenzen gezogen und ihre Stelle im Spital gekündigt hat, überlegt sich Carla den Wegzug in die Hauptstadt oder gar ins Ausland. Derweil kümmert sich auch die internationale Gesundheitspolitik um die beiden.
Barbara nippt am Kaffee, dann sagt sie zu Sascha, dem Hausarzt, bei dem sie nun seit einem Monat arbeitet: „Hast du das gelesen? Die Weltgesundheitsversammlung hat einen Verhaltenskodex verabschiedet, der möchte, dass die reichen Länder nicht einfach das wenige Gesundheitspersonal bei den armen Ländern stehlen! Unter anderem sollen alle Länder dafür besorgt sein, dass sie selbst genügend Personal ausbilden und dieses durch gute Arbeitsbedingungen auch halten.“
Sascha, der sich eigentlich für Politik nicht so interessiert, blättert im 20 Minuten und murmelt: „Ah, wirklich?“
Barbara lacht: „Na da wird sich Meier und das Spital aber freuen... Bessere Arbeitsbedingungen – die werden sich die Haare ausreissen.“
Sascha schüttelt den Kopf: „Wenn du dich da mal nicht zu früh freust... Hör mal, was da im 20 Minuten steht: So will der EDA-Spitzenbeamte Thomas Greminger „im grossen Stil“ Arbeitskräfte aus der Dritten Welt zulassen (...) So könnten beispielsweise Krankenpfleger aus der Dritten Welt den Notstand im Schweizer Gesundheitssystem beheben.“
Barbara prustet den Kaffee über die Pendlerzeitung.
Zur gleichen Zeit umarmt Laura ihre Freundin: „Es ist gut, dass du da bleibst.“ Carla lächelt: „Ich kann euch doch nicht alleine lassen. Hoffen wir also, dass uns das Gesundheitsministerium wirklich mit der Hilfe der Ausländer mehr unterstützt. Nur: Lissabon bleibt als Traum für mich erhalten...“
Ende? Nein, die Geschichte wird weitergeschrieben – unter anderem von der Schweizer Politik: Wird sie die Bedingungen so gestalten, dass mehr Fachkräfte ausgebildet und diesen auch gute Arbeitsbedingungen garantiert werden können? Wird die Schweiz verstärkt in die Gesundheitssysteme des globalen Südens investieren, damit Menschen wie Carla für das Menschenrecht auf Gesundheit vor Ort kämpfen können?
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Blitzlicht
13.08.2010
Medicus Mundi Schweiz
Der MMS-Fortsetzungsroman
Die globale Krankenpflegerinnenstory, 3. und (wirklich?) letzter Teil
© Allan Gichigi/IRIN

