Getrocknete Bohnen sind ein wichtiges Grundnahrungsmittel in Entwicklungsländern. Sie werden grösstenteils von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern angebaut. Diese haben bisher grosse Verluste zu beklagen, da Käfer einen grossen Teil der eingelagerten Ernte zerstören.
Forscher der ETH haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forschungszentrum in Kolumbien nun eine Strategie entwickelt, mit welcher solche Verluste stark reduziert werden können. Dafür haben sie den diesjährigen Preis des Schweizerischen Forums für internationale Agrarforschung (SFIAR) erhalten.
Der SFIAR Award 2009 geht an Prof. Silvia Dorn (ETH) zusammen mit Dr. Cesar Cardona vom Internationalen Zentrum für Tropische Landwirtschaft (CIAT) in Kolumbien und Dr. Ine Schmale, Dr. Guido Velten und Dr. Anja Rott von der ETH. Sie erhalten den Preis für ihr Projekt “Nachernteschutz von getrockneten Bohnen durch kombinierten Einsatz von Schlupfwespen und Pflanzenresistenz".
Die Forscher der ETH und des CIAT haben das Problem des Käferbefalls der eingelagerten Bohnen untersucht und dagegen eine Doppelstrategie entwickelt: Einerseits konnten sie eine neue Bohnensorte züchten, die gegen die destruktiven Käfer resistenter ist. Andererseits identifizierten sie eine kleine Schlupfwespe, welche die Käfer in den Bohnen attackiert und parasitiert. Durch die Kombination dieser zwei Komponenten können Verluste bei der Lagerung stark reduziert werden.
Die Forschungsergebnisse sind in Form von Artikeln in angesehenen internationalen Zeitschriften weltweit zugänglich, und die Nutzung wird über das CIAT-Netzwerk wirkungsvoll zu den Anwendern gebracht.

