Bilanz zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben: Bisher hat die Glückskette 50 Hilfsprojekte von 16 Partnerhilfswerken in der Höhe von rund 36 Millionen Franken bewilligt, weitere Projekte werden im Moment geprüft. Über eine halbe Million Menschen profitieren bisher von der Hilfe.
Rund eine Million Menschen verloren beim Erdbeben ihre Häuser. Rund 300'000 Menschen wurden beim Erdbeben verletzt. Das Engagement der Glückskette und der Schweizer Hilfswerke soll den Betroffenen in Haiti die Rückkehr zu einer gewissen Normalität und Autonomie und in ein würdevolles und sicheres Leben ermöglichen. Deshalb steht die Hilfe der Glückskette und ihrer Partner im Zeichen des Wiederaufbaus mit einer langfristigen Perspektive über die nächsten fünf oder mehr Jahre. Die Glückskette besucht in ihrer Rolle als Geldgeberin die Projekte oder beauftragt regelmässig Experten damit, den Fortschritt der Arbeiten zu evaluieren.
Im Moment finanziert die Glückskette 22 laufende Hilfsprojekte und weitere 28 wurden bereits abgeschlossen: 447’052 Personen profitierten von der Nothilfe (davon waren 268’506 von der Cholera betroffen), 118'950 Personen profitieren von der Rehabilitation und dem Wiederaufbau. Nach der umfangreichen Nothilfe und Cholera-Bekämpfung (24,9% der eingesetzten Spendengelder) leben knapp zwei Jahre nach dem Erdbeben 29’000 Betroffene wieder in ihren reparierten Häusern oder stehen davor, ihre neuen Häuser zu beziehen oder helfen mit, sie wieder aufzubauen. Fast 200'000 Menschen wurden medizinisch oder psychologisch betreut und sind wieder bei Kräften oder können dank einer Prothese wieder gehen. Ausserdem sollen die Menschen auch in ihrer wirtschaftlichen Eigenständigkeit im Bereich der Landwirtschaft oder der Fischerei unterstützt und gefördert werden.
Hilfe in der Hauptstadt
Beim Erdbeben wurde die Infrastruktur von Port-au-Prince sehr stark betroffen und war lange Zeit gelähmt. Ein Grossteil des Schutts ist inzwischen zwar weggeräumt, aber die Mehrheit der Zeltstädte steht noch und der Wiederaufbau ist auch aufgrund der ungeklärten Landrechte weiterhin schwierig. Die Glückskette und ihre Partner kümmern sich in der Hauptstadt nach der Nothilfe vor allem um Ausbildungs- und Gesundheitsfragen sowie um soziale Aufgaben: provisorische Instandstellung von Schulen, Ernährung und Unterstützung von Strassenkindern und Hilfe für Personen, die durch das Erdbeben körperliche Behinderungen erlitten haben.
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13.01.2012
interportal.ch

