Als erste Schweizer Stiftung hat Biovision von den Vereinten Nationen den generellen Konsultativstatus bekommen. Damit ist Biovision berechtigt an UNO-Konferenzen teilzunehmen, sich an den offiziellen Diskussionen zu beteiligen und mit eigenen Nebenveranstaltungen für ihre Sache zu lobbyieren.
Biovision hatte sich während der intensiven Vorbereitungen für den Erdgipfel in Rio über Monate für einen Kurswechsel in der globalen Landwirtschaftspolitik stark gemacht und dabei auch enge Kontakte zum Wirtschafts- und Sozialrat der UNO (ECOSOC) in New York geknüpft. Im Rahmen dieser Kontakte hat sich die Stiftung für einen speziellen Konsultativstatus beworben um Zugang zu UNO-Veranstaltungen zu konkreten Biovision Themen zu erhalten.
Doch es kam noch besser: „Das Komitee verlieh (Biovision) zunächst den speziellen Konsultativstatus, aber reagierte dann auf eine Reihe von Anträgen verschiedener Delegierter diesen Status anzuheben und beschloss sie unter der Kategorie „genereller Konsultativstatus“ einzuteilen.“ (Auszug aus dem Kommissionsbericht).
Mit diesem Entscheid würdigt die ECOSOC-Kommission den umfassenden Ansatz der Aktivitäten von Biovision. Mit ihrer strategischen Ausrichtung auf die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und Umwelt, und der praktischen Umsetzung in vier Schwerpunktländern in Ostafrika deckt die Stiftung eine breite Palette ab. Dass diese Projektarbeit nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe erfolgt, macht die Umsetzung entsprechend nachhaltiger.
Der generelle Konsultativstatus wurde bisher nur an grosse Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mit grosser geographischer Reichweite verliehen. Doch die aktive Teilnahme der kleinen Biovision an den Vorbereitungen für die Rio+20 Konferenz ist den ECOSOC Delegierten nicht entgangen. Auch die „Zero Hunger Challenge“ Vision des UNO-Generalsekretär’s Ban Ki-moon stützt sich unter anderem auf die Schlussfolgerungen einer von Biovision im März 2012 organisierten internationalen Konferenz in New York.
Biovison erfüllte aber auch wichtige Bedingungen um in diesen exklusiven Club von 147 NGOs aufgenommen zu werden; dazu gehören eine breite Gönnerbasis, die Vielfalt der Basisprojekte und die Arbeit auf verschiedenen Ebenen, von der konkreten Umsetzung auf dem Feld über die Bereitstellung und Verteilung von Informationen über verschiedene Medien bis hin zur Lobbyarbeit auf internationaler Ebene.
Die Stiftung Biovision bekämpft Armut und Hunger und setzt sich für die Verbreitung und Anwendung ökologischer Methoden ein, die zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika führen und zugleich die Umwelt schonen. Biovision leistet Hilfe zur Selbsthilfe und fördert ökologisches Denken und Handeln – im Norden wie im Süden. Die Schweizer Stiftung wurde 1998 vom Welternährungspreisträger Dr. Hans Rudolf Herren gegründet.
Nachricht
13.08.2012
Biovision

