Kampf gegen Mangel- / Unterernährung

Durch die anhaltende Nahrungsmittelkrise hat sich das Problem der Mangel- und Unternährung in Entwicklungsländern weiter verschärft. An einem Kongress des Netzwerks Medicus Mundi Schweiz wurde das Thema aus verschiedenen Perspektiven diskutiert. Jetzt ist der Reader erschienen.

Die Entwicklungsländer sind mit einer doppelten Krise konfrontiert: 2007/2008 sind die Preise für Nahrungsmittel explodiert und mit der Wirtschaftskrise hat sich die Ernährungssituation nochmals verschärft. Aus früheren Krisen weiss man, dass vor allem die Qualität der Ernährung sich verschlechtert – mit langzeitlichen gesundheitlichen Folgen.

Gesundheit, Ernährung und Entwicklung sind aufs Engste miteinander verknüpft. Unter den Kindern, die unter 5 Jahre alt sind, sind in den Entwicklungsländern ein Drittel von ihrer Entwicklung her zurück geblieben. Grund dafür ist eine chronische Mangelernährung. Diese Kinder drohen früher zu sterben, da sie mit einfachen Infektionskrankheiten weniger gut zu recht kommen. Sie haben aber auch schlechtere wirtschaftliche Perspektiven, da ihre Schulleistungen oft mangelhaft bleiben.

Das 9. Symposium des Netzwerks Medicus Mundi Schweiz diskutierte im vergangenen November Erfahrungen und erfolgreicher Strategien, um nährstoffreiche Ernährung als Teil einer umfassenden Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Der jetzt - auch online -publizierte Reader enthält Beiträge von: Sybille Mooser und Jonas Vollmer, Ruth Huber, Pamela Chisanga, Ines Egli, Tobias Schüth, Jean-Pierre Papart, Maya Natarajan und Kadiatou Keita, Rosemarijn de Jong und Immita Cornaz.

Quelle: MMS Bulletin