SRK-Mitarbeiterin Andrea Schmid. © Key
SRK-Mitarbeiterin Andrea Schmid

Einen Monat nach dem Erdbeben ist die erste Nothilfe-Equipe des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) in Haiti abgelöst worden. Weiterhin stehen sechs Logistiker und sechs Gesundheitsfachleute in Port-au-Prince im Einsatz.

„Ich bin froh, diesen wichtigen Einsatz geleistet zu haben“, sagt Andrea Schmid sichtlich erschöpft nach ihrer Rückkehr. Sie gehörte zum Logistikteam des SRK, das im Auftrag der Internationalen Föderation in Port-au-Prince die Hilfslieferungen sämtlicher Rotkreuzgesellschaften koordinierte. Insgesamt fertigten die SRK-Delegierten bisher 43 Fracht-Flüge und 10 See-Container mit mehr als 2000 Tonnen Material ab.

Neben Decken, Zelten und Haushaltsortimenten für die unzähligen Obdachlosen wurden mobile Spitäler, Gesundheitsposten und Trinkwasseraufbereitungsanlagen geliefert. „Wir stellten sicher, dass die verschiedenen Lieferungen rasch dorthin kamen, wo sie am dringendsten gebraucht wurden“, umschreibt Andrea Schmid ihre Aufgabe. Es sei nicht leicht gewesen, in der Hektik den Überblick zu wahren.

Lange Arbeitstage

Fast ohne Unterbruch habe sie gearbeitet: von morgens um sechs bis tief in die Nacht. Hitze und Staub machten ihr zu schaffen. Sehr positiv empfand sie die Zusammenarbeit mit den lokalen Rotkreuz-Mitarbeitern, die das SRK bereits aus früheren Nothilfe-Aktionen kannten. „Es bestand ein Vertrauensverhältnis, auf das wir bauen konnten.“

Neben den sechs Logistikern werden in diesen Tagen auch die sechs Gesundheitsfachleute des SRK abgelöst, die gut drei Wochen in Haiti im Einsatz standen. Die neue Equipe, ebenfalls je zur Hälfte Logistiker und medizinisches Personal, hat ihre Arbeit bereits aufgenommen.

 

Quelle: Schweizerisches Rotes Kreuz