Mit Genugtuung hat das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz (MMS) davon Kenntnis genommen, dass die Weltgesundheits versammlung den Verhaltenskodex zur Rekrutierung von Gesundheitspersonal angenommen hat.
Damit hat sich die internationale Staatengemeinschaft auf einen Rahmen geeinigt, mit dem verhindert werden soll, dass die industrialisierten Länder den armen Ländern das bereits knappe Gesundheitspersonal wegschnappen. In 57 Ländern gibt es weniger als 2,7 ausgebildete Gesundheitsfachleute pro 1000 Menschen. Damit die Gesundheitssysteme dieser Länder durch die Abwanderung von Ärztinnen und Ärzten, Krankenpflegerinnen und -pfleger nicht noch weiter geschwächt werden, sieht der Kodex Massnahmen vor, die den Interessen des betroffenen Personals wie auch der Herkunfts- und Zielländer der Migration dienen.
Das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz wird sich dafür einsetzen, dass die Empfehlungen dieses Verhaltenskodex Eingang in die schweizerische Gesundheits- und Entwicklungspolitik finden.
Nachricht
21.05.2010
Medicus Mundi Schweiz

