Eine Million Menschen sterben jedes Jahr an Malaria, 85 Prozent davon Kinder unter fünf Jahren. Daran erinnert der Weltmalariatag am 25. April. Das Rote Kreuz bekämpft die Tropenkrankheit durch Moskitonetze und intensive Aufklärung.
Mehr als 18 Millionen Menschen wurden dank den Präventionsbemühungen des Roten Kreuzes seit 2002 vor einer Ansteckung bewahrt, 300‘000 Leben konnten gerettet werden. Dies teilt die Internationale Rotkreuz-Föderation mit. In einem ausführlichen Bericht dokumentiert sie ihren Kampf gegen die gefährliche Tropenkrankheit.
Wichtig sei, dass die Verteilung von Moskitonetzen stets mit intensiver Aufklärung einhergehe, wird darin betont.
Kleinkinder sind besonders gefährdet
Zahlen aus Burkina Faso, Kenia und Togo belegen, dass Moskitonetze, die ohne umfassende Beratung verteilt werden, oft nicht korrekt angewendet werden. Deshalb gehen Rotkreuz-Freiwillige zu den Familien nach Hause und stellen sicher, dass die Netze richtig eingesetzt werden und dass jene, die am meisten gefährdet sind – Kleinkinder und schwangere Frauen – tatsächlich darunter schlafen. Um den Schutz zu erhöhen, sollten die Netze zudem regelmässig mit Insektiziden behandeln werden. Malaria wird durch die Anopheles-Mücke übertragen, die vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv ist.
Vernichtung der Brutstätten
In den Gesundheitsprogrammen des Schweizerische Rote Kreuz (SRK) in Afrika und Asien ist die Bekämpfung von Malaria eine Priorität. In Togo, Mali, Ghana und Sudan sowie in Laos, Kambodscha, Nepal und Bangladesch verteilt es jedes Jahr zehntausende Moskitonetze und bildet Freiwillige aus. Diese leiten die Dorfbevölkerung auch dabei an, die Brutstätten der Anopheles-Mücken zu zerstören. Dazu werden stehende Gewässer und Pfützen ausgetrocknet oder das Unterholz gerodet.

