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Der Norwegische Pensionsfonds, einer der grössten Investoren der Welt, setzt den malaysischen Tropenholzkonzern Samling auf eine schwarze Liste und hat seine Samling-Aktien im Wert von 1,2 Millionen US-$ abgestossen. Diesen Schritt gab der norwegische Finanzminister Sigbjørn Johnsen am Montag bekannt. "Unser Ethikrat hat Samling Global untersucht und ist zum Schluss gekommen, dass die Aktivitäten von Samling in dem Regenwäldern von Sarawak und Guyana zu illegaler Abholzung und schweren Umweltschäden beitragen. Ich habe beschlossen, mich der Empfehlung des Ethikrats anzuschliessen und die Firma aus dem Portfolio des staatlichen Pensionsfonds auszuschliessen", sagte Johnsen.

Der Bruno Manser Fonds begrüsst den Entscheid der norwegischen Regierung, der einen grossen Erfolg für unsere seit 2007 laufende Kampagne gegen Samling bedeutet. Der Bruno Manser Fonds lieferte der norwegischen Regierung wichtige Unterlagen über Samling und lobbyierte für eine Verurteilung von Samling. Dank Unterstützung des Bruno Manser Fonds konnten mehrere indigene Penan-Gemeinden gegen Samling vor malaysischen Gerichten Klage einreichen. Der global tätige Holzkonzern ist hauptverantwortlich für die Zerstörung des Lebensraums der Penan und der letzten Urwälder von Sarawak, Malaysia.

Norwegischer Entscheid wirft schlechtes Licht auf die Credit Suisse.
Der Entscheid des norwegischen Finanzministers wirft ein schlechtes Licht auf die Credit Suisse, die im Frühjahr 2007 trotz internationaler Proteste Samling Global in Hong Kong an die Börse brachte. An einer vom Bruno Manser Fonds und der Gesellschaft für bedrohte Völker organisierten Medienkonferenz in Zürich legten Indigenenvertreter aus Malaysia und Guyana damals dar, wie Samling ihre Rechte verstösst und ihre Lebensgrundlagen zerstört. Die Credit Suisse wies alle Vorwürfe zurück. Ihren besorgten Kunden schrieb sie, sie sei "nach einem umfassenden internen Risiko-Prüfungsprozess" zum Schluss gekommen, dass Samling den Anforderungen nach "Einhaltung der lokalen Umweltbestimmungen und der internationalen Standards der nachhaltigen Waldbewirtschaftung entspreche".

Der Bruno Manser Fonds verlangt von der Credit Suisse, den mit dem Börsengang von Samling Global erzielten Gewinn von rund 10 Millionen US-$ der durch den Holzkonzern geschädigten Regenwaldbevölkerung in Sarawak und Guyana zurückzuerstatten.

Quelle: Bruno Manser Fonds