HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, leistet mit 300 000 Franken Soforthilfe für die Dürreopfer in Niger. Dem sahelstaat droht aufgrund geringer Regenfälle erneut eine Hungersnot. Bereits vor fünf Jahren war die Bevölkerung von einer Katastrophe diesen Ausmasses betroffen und auf internationale Hilfe angewiesen.
Die ausbleibenden Regenfälle im vergangenen Jahr haben zur Folge, dass in weiten Teilen des Landes kaum etwas geerntet werden konnte und das Weideland für das Vieh ausgetrocknet ist. Zusätzlich sind die Lebensmittelpreise für Hirse ins Unermessliche gestiegen.
Die Menschen in den Departementen Tchintabaraden, Abalak und Konni/Illela, in denen HEKS und seine Partnerorganisationen Projekte umsetzen, sind stark von den Ernteausfällen und dem Mangel an Tierfutter betroffen. HEKS unterstützt deshalb mit 300 000 Franken die Dürreopfer.
Die Soforthilfe dient der Reaktivierung und dem Aufbau von Ernährungszentren für 2200 Kinder im Alter von 0-5 Jahren und deren Mütter. Zudem werden im Rahmen von «Cash for work» zusammen mit der Dorfbevölkerung Massnahmen gegen Erosion getroffen, um Acker und Weideland zu schützen und wieder zu gewinnen.
HEKS ist seit den 1980er-Jahren in Niger aktiv und setzt seine Arbeitsschwerpunkte in der Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe in der Region Tahoua. Langfristige Ziele sind die Verbesserung der Viehwirtschaft, der landwirtschaftlichen Produktion und deren Vermarktung.
Spendenkonto: PC 80-1115-1 Vermerk «Dürre in Niger»
Nachricht
27.05.2010
HEKS
HEKS unterstützt Dürreopfer in Niger
Foto: HEKS/Annette Boutellier

