Helvetas stellt Fr. 300'000 für die Erdbebenopfer in Haiti zur Verfügung. Das Geld wird voraussichtlich vor allem für den Wiederaufbau von Infrastruktur eingesetzt werden. Koordiniert mit anderen Organisationen vor Ort, wird sich Helvetas aber nach Kräften auch in der Nothilfe engagieren. Am Donnerstag 8 Uhr Ortszeit, konnten Helvetas Mitarbeitende erstmals über Skype mit ihrem Kollegen in Port-au-Prince, Bernhard Zaugg, sprechen. Eine Lagebeurteilung sei nach wie vor unmöglich. Entsprechend sei auch noch nicht abschätzbar, wie viele Stunden oder Tage es dauern werden, bis funktionstüchtige Nothilfestrukturen etabliert sein werden. Alle anderen Vertreter von ansässigen Hilfsorganisationen, die er bei seinen Erkundungsfahrten im Stadtzentrum angetroffen habe, seien wie er noch damit beschäftigt, ihre Kollegen zu suchen und sich zu organisieren.
Caritas Schweiz hat den Betrag für die Opfer des verheerenden Erdbebens in Haiti auf 500 000 Franken aufgestockt. Damit soll Nothilfe geleistet werden. Zwei Katastrophenhelfer sind bereit, sobald wie möglich vor Ort zu reisen, um die Verteilung von Nothilfegütern mit der örtlichen Caritas zu koordinieren und den den notwendigen Nachschub zu organisieren.
HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, leistet mit einer halben Million Franken Sofort- und Wiederaubauhilfe auf Haiti. HEKS ist seit 37 Jahren auf Haiti mit Entwicklungs- und Soforthilfeprojekten tätig, verfügt über lokale Partnerorganisationen und hat ein Koordinationsbüro in Port-au-Prince. HEKS leistet Sofort- und Wiederaufbauhilfe: In einer ersten Phase heisst dies konkret die Verteilung von Grundnahrungsmitteln, sauberem Wasser, Kochmaterialien und Hygieneartikeln sowie das Errichten sanitärer Anlagen zur Epidemieprophylaxe.

