Familie vor ihrem SRK-Zelt. © SRK
Familie vor ihrem SRK-Zelt. © SRK

Auch drei Monate nach dem Erdbeben haben die SRK-Logistiker in Haiti alle Hände voll zu tun. Täglich treffen mehrere Tonnen Hilfsgüter ein, die an die Obdachlosen weiter geleitet werden.

„Unser Logistik-Team nimmt bei dieser umfangreichen Hilfsoperation des Roten Kreuzes eine zentrale Funktion wahr“, sagt Thomas Kumpera, Einsatzleiter für die Nothilfe-Teams des SRK. Er ist eben aus Haiti zurückgekehrt, wo er die bisher 4. Staffel von SRK-Katastrophenhelfern besuchte und sich ein detailliertes Bild der Situation machte. „Der Arbeitsdruck ist noch immer enorm“, berichtet er. Die SRK-Delegierten sind für die Entgegennahme, Zwischenlagerung und den Weitertransport sämtlicher Güter der internationalen Rotkreuz-Bewegung verantwortlich. Täglich treffen auf dem Landweg bis zu 15 Container ein, dazu wöchentlich mehrere Flüge mit Hilfsgütern an Bord.

In den vom SRK geführten Lagerhallen nahe des Flughafens werden die Hilfsgüter durch mehr als 60 lokale Angestellte abgeladen, registriert und in kleinere Lastwagen umgepackt für die Verteilung in den Quartieren und umliegenden Ortschaften. Bis zu 25 Lastwagen mit Hilfsgütern für mehrere Tausend Personen verlassen jeden Tag die Rotkreuz-Lagerzentrale.

Wertvolle Erfahrungen

„Ich habe Familien besucht, die dank den von uns gelieferten, insgesamt 700 Zelten seit zwei Monaten ein Obdach haben. Sie sind auch sehr dankbar für die Haushaltsortimente, die sie vom SRK erhielten“, berichtet Thomas Kumpera. „Unser Logistik-Team geht gestärkt aus diesem anspruchsvollen Einsatz hervor. Die Mitarbeitenden haben in einem äussert schwierigen Umfeld sehr gute Arbeit geleistet und Erfahrungen gesammelt, die sie bei künftigen Einsätzen nutzen können.“ Am 20. April wird die jetzige Logistik-Equipe durch die fünfte und für das SRK letzte Staffel abgelöst, die bis am 15. Mai im Einsatz stehen wird.

Über die Nothilfe hinaus wird sich das SRK während mehrerer Jahre im medizinischen Bereich und beim Wiederaufbau engagieren.

 

Quelle: Schweizerisches Rotes Kreuz