Frau mit Plastik-Plane
Das Rote Kreuz verteilt Plastik-Planen. © IFRC

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) engagiert sich in Haiti beim Wiederaufbau eines Dorfes unweit der Stadt Léogane. Gleichzeitig wappnen sich Helfer und Bevölkerung für die bevorstehende Regenzeit.

„Die Werkzeug-Sortimente, die das Rote Kreuz nach dem Erdbeben in grosser Zahl verteilt hat, werden auch im Fall von Überschwemmungen oder Stürmen wertvolle Dienste leisten“, sagt Frank Lankeshofer, der nach acht Wochen als SRK-Logistikchef eben aus Haiti zurückgekehrt ist. Noch immer fehle ein Plan der Regierung, um die Menschen aus gefährdeten Lagern umzusiedeln. Viele der Zeltcamps befinden sich auf Feldern an exponierten Stellen, die während der Regenzeit durch Überflutungen und Erdrutsche bedroht sind.

„Die Helfer und die Bewohner stellen sich auf eine neue Notsituation ein“, sagt Lankeshofer. So werde beispielweise vorsorglich geplant, wo Abflussgraben geschaufelt werden müssten und wie man durch Drainage überflutete Siedlungen möglichst rasch trocken legen könne.

Reparatur des Gesundheitszentrum

Derweil plant das SRK im Dorf Palmiste à Vin unweit der Stadt Léogane den Wiederaufbau von mehreren hundert Wohnhäusern. 600 Familien wurden identifiziert, die durch das Erdbeben ihre Zuhause verloren haben und nun unterstützt werden sollen. Bereits hat das SRK in Vietnam Bauteile zur Errichtung von einfachen Häusern bestellt. Darüber hinaus will es sich an der Reparatur der Wasserversorgung und des Gesundheitszentrums des kleinen Ortes beteiligen.

Seit dem Erdbeben vom 12. Januar stehen rund ein Dutzend Logistiker, Gesundheitsfachleute und Bauspezialisten des SRK in Haiti im Einsatz. Die Hilfsequipen wurden jeweils nach ein bis zwei Monaten von frischen Kräften abgelöst. Das SRK plant, sich mehrere Jahre beim Wiederaufbau in Haiti zu engagieren.

Quelle: Schweizerisches Rotes Kreuz