Die Handelsminister waren nicht in der Lage, den Graben zwischen Schwellenländern und den Industrieländern zu überbrücken. Seit acht Jahren herrscht ein Stillstand in der so genannten Doha-Gesprächsrunde. Auch die Konferenz in Genf führte nicht zum Durchbruch.
Obwohl sie formal nicht auf der Traktandenliste stand, spielt die
Doha-Runde eine grosse Rolle am Ministertreffen der
Welthandelsorganisation (WTO) diese Woche in Genf.
Die
politischen Führer der Welt, inklusive der Gruppe der 20
Schwellenländer- und Industriestaaten (G20), haben dafür plädiert, die
schwierigen Gespräche zur Liberalisierung des Welthandels im Jahr 2010
abzuschliessen. Eine Einigung erreichten sie jedoch zum Abschluss der
Konferenz am Mittwoch nicht.
Schon am ersten Tag warnte der WTO
Generaldirektor Pascal Lamy die Minister und höheren Beamten von 153
Mitgliedstaaten, dass die Zeit ablaufe, obwohl rund 80 Prozent einer
Einigung unter Dach und Fach seien.

