In der Nacht zum 3.Dezember 1984 kam es im indischen Bhopal zu einer der schlimmsten Industrieunfälle des letzten Jahrhunderts: In einer Pestizidfabrik der Union Carbide Corporation (UCC) explodierte ein Gastank mit Methylisocyanat (MIC). 7000 bis 10'000 Menschen kamen unmittelbar bei der Chemiekatastrophe ums Leben, rund 15'000 starben in den folgenden 20 Jahren.
Noch immer verseucht
25 Jahre nach der Tragödie ist das Gelände immer noch verseucht, obwohl die Kosten für eine Dekontaminierung gemäss einer Greenpeace-Studie nicht mehr als 30 Millionen Dollar betragen würden. Zehntausende von Menschen trinken nach wie vor vergiftetes Wasser. Mehr als 100‘000 Menschen leiden an unheilbaren, chronischen Krankheiten wie Atembeschwerden, Störungen des Nervensystems oder Krebs. Die Überlebenden warten noch immer auf Entschädigung und Wiedergutmachung.

