Immer noch werden weltweit 12'000'000 Menschen als Sklaven gehalten. 218'000'000 Kinder werden weltweit zum Arbeiten gezwungen. 1’200’000'000 Menschen arbeiten für Löhne unter zwei Dollar pro Tag. Das sind knapp 20% der gesamten Weltbevölkerung.
Für diese Zustände tragen die reichen Staaten eine Mitverantwortung. Viele dieser Menschen werden ausgebeutet, damit wir hier Billigprodukte einkaufen können. «Auch viele Schweizer Gemeinden schauen beim Einkauf von Waren nur auf den Preis. Sie nehmen damit Ausbeutung, Sklaverei und Kinderarbeit in Kauf – nur um ein paar Franken zu sparen», sagt Ruth Daellenbach, Geschäftsleiterin des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH.
Dass es anders geht, zeigen hundert Gemeinden (von Arlesheim über Trüllikon bis Zürich), die sich auf eine faire Einkaufspolitik verpflichtet haben. «Aber noch immer gibt es 2500 Gemeinden, die Ausbeutung in Kauf nehmen», sagt Daellenbach.
Das SAH lancierte deshalb am 23. August, dem Welttag zur Abschaffung der Sklaverei, seine neue Kampagne. Auf der Webseite www.volks-befragung.ch des SAH kann jede und jeder mit zwei Klicks herausfinden, ob die eigene Gemeinde fair beschafft. Wenn nicht, kann gleich die Gemeindeverwaltung kontaktiert werden. Ruth Daellenbach: «Wir fragen mit unserer Kampagne das Volk: Wollen Sie Ausbeutung in Ihrer Gemeinde? Und wir geben jedem die Möglichkeit, sich in seiner Gemeinde für eine faire Einkaufpolitik einzusetzen.»
Das Design der Kampagne lehnt sich an ein Werbeprodukt einer grossen Schweizer Partei an. Im Gegensatz zu dieser Partei stehen wir aber dafür ein, dass sich die Schweiz für positive Werte einsetzt: Das Schweizerkreuz soll für Solidarität, humanitäres Engagement und Weltoffenheit stehen – und nicht für Abgrenzung und Abschottung.
Genaueres finden Sie im Anhang oder unter www.volks-befragung.ch
Download Broschüre und Plakatsujet: www.sah.ch/volk

