Im Jahr 2009 haben sich weltweit 351 Naturkatastrophen ereignet, bei denen 10.551 Menschen ihr Leben verloren. Das geht aus dem diesjährigen Weltkatastrophen-Bericht hervor, der am Dienstag vom Deutschen Roten Kreuz vorgestellt wurde. Der Bericht verweist insbesondere auf mehr als eine Milliarde Menschen, die in Slums leben und überproportional von Naturkatastrophen bedroht sind.

1950 lebten weniger als ein Drittel der Weltbevölkerung in Städten, so der Bericht. Heute sind es über 50 Prozent und das Rote Kreuz schätzt, dass es in 20 Jahren sogar 60 Prozent sein werden. Vor allem in Asien und Afrika wachsen die Städte mit rasanter Geschwindigkeit.

"Entwicklungs- und Katastrophenhilfe konzentriert sich traditionell auf ländliche Gebiete. Im Bereich Katastrophenschutz und Katastrophenvorsorge muss das Rote Kreuz, aber auch andere Hilfsorganisationen, mehr für vernachlässigte Menschen in Städten tun", sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters.

Slumbewohner seien auch den Folgen des Klimawandels besonders ausgesetzt, so der Bericht. Von 37 afrikanischen Städten mit über einer Million Einwohnern liegen über die Hälfte an flachen Küsten. Sollte der Meeresspiegel sich um 50 Zentimeter erhöhen, müssten beispielsweise zwei Millionen Einwohner im ägyptischen Alexandria ihr Zuhause verlassen.

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Quelle: epo entwicklungspolitik online