Mehr als 3.000 Massai sind in den vergangenen Jahren aus dem Loliondo-Wildpark in Tansania vertrieben worden. Sie sind einem arabischen Unternehmen im Weg, das dort Großwildjagden veranstaltet. Nach einem Hilferuf aus Tansania hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Tourismus-Ministerin des ostafrikanischen Landes am Freitag aufgefordert, die Vertreibungen zu stoppen und die Ureinwohner auf ihr Land zurück zu lassen.

"Bitte verlängern Sie die gerade ausgelaufene Jagdlizenz für Großwildjagden nicht und ermöglichen Sie den Ureinwohnern so die Rückkehr auf ihr Land", appellierte die Menschenrechtsorganisation an Tourismus-Ministerin Shamsa Mwangunga. Das arabische Unternehmen Ortello Business Corporation (OBC), das Jagden auf Großwild organisiere, habe in den vergangenen Jahren mehr als 3.000 Massai gewaltsam aus dem Wildpark vertreiben und rund 200 ihrer Behausungen niederbrennen lassen, um eine Rückkehr der Ureinwohner zu verhindern, so die GfbV.

"Doch ihre Vertreibung wollen die Halbnomaden nicht tatenlos hinnehmen", berichtete GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. "Sie haben ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen in Tansania hinter sich, das sich für ihre Rückkehr in den Wildpark einsetzt."

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Quelle: epo entwicklungspolitik online / GfbV