In Pakistan steigt die Zahl der Opfer der schlimmsten Überschwemmungen seit 80 Jahren. Die Vereinten Nationen gehen inzwischen von mehr als 1.500 Toten aus. 1,5 bis zwei Millionen Menschen sind obdachlos, viele von ihnen warten noch immer auf Hilfe.

 Hilfswerke berichten von der zunehmenden Gefahr des Ausbruchs von Seuchen. Die nichtstaatlichen Organisationen weiten ihre Hilfe weiter aus.

Ein Nothilfe-Team von Oxfam versorgt gemeinsam mit pakistanischen Partnerorganisationen in den drei am stärksten betroffenen Provinzen Khyber Pakhtunkhwa, Punjab und Balochistan mehrere Hunderttausend Menschen mit Trinkwasser, Hygienepaketen und -einrichtungen, um so der Seuchengefahr vorzubeugen. "Die Überschwemmungen sind von überwältigendem Ausmaß", berichtete Iftikhar Kahlid, Oxfams Programm-Manager in Pakistan. "Das Wasser hat alles mit sich gerissen. Die Menschen sind verzweifelt: Sie haben geliebte Angehörige, ihre Häuser und ihr Hab und Gut verloren. Die Wasserquellen sind zerstört und die diesjährige Ernte wurde komplett vernichtet. Die Betroffenen brauchen dringend Nahrung, Trinkwasser, Unterkünfte und Latrinen - es besteht große Gefahr für die Gesundheit der Menschen."

Medienberichten zufolge wurden ganze Dörfer von den Wassermassen weggespült. Im Moment wächst die Furcht vor einem Ausbruch von Infektionskrankheiten. Die Behörden melden Oxfam zufolge aus der Provinz Khyber Pakhtunkhwa bereits mehrere Cholera-Fälle.  Weiterlesen:

Quelle: epo entwicklungspolitik online