Zigtausende haben am Wochenende in Kopenhagen für einen wirksamen
Klimaschutz und globale Klimagerechtigkeit demonstriert. Die dänische
Polizei nahm rund tausend Klima-Aktivisten kurzzeitig fest. Das
globalisierungskritische Netzwerk Attac und andere Organisationen
kritisierten den massiven Polizeieinsatz als vollkommen überzogen. Wie
die dänischen Behörden am Sonntag mitteilten, werden 13 der
Festgenommenen noch in Arrest gehalten. Lediglich bei drei Personen
gebe es konkrete Verdachtsmomente auf Straftaten.
Nach Angaben der Veranstalter nahmen an der Großdemonstration
anlässlich des Klimagipfels in Kopenhagen am Samstag rund 100.000
Menschen teil. Die Polizei sprach von rund 30.000 Demonstranten.
Hendrik Sander, der für Attac
teilnahm, bezeichnete die Festnahmen durch die Polizei als vollkommen
überzogen: "Ohne Vorwarnung stürmte ein gepanzerter Polizeitrupp mit
Einsatzwagen und Hunden in unseren Block und kesselte willkürlich etwa
1.000 DemonstrantInnen ein." Zu diesem Zeitpunkt sei die Demonstration
vollkommen friedlich gewesen. Hunderte Demonstranten hätten
anschließend stundenlang bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit
Handschellen auf der Straße sitzen müssen, bevor sie abtransportiert
wurden.
Nachricht
14.12.2009
epo.de

