Seit dem Inkrafttreten des Ottawa-Abkommens über das Verbot von
Anti-Personen-Minen vor zehn Jahren ist der Einsatz dieser Waffen
deutlich zurückgegangen. Das geht aus dem Landmine Monitor Report 2009
hervor, der am Donnerstag in Genf vorgestellt wurde. Dennoch waren im
vergangenen Jahr noch mehr als 5.000 Opfer zu beklagen. Die
Internationale Landminen-Kampagne, die den Bericht jährlich herausgibt,
kritisierte vor allem die mangelnde Unterstützung der betroffenen
Menschen.
Dem Bericht zufolge ist nicht nur der Einsatz von Landminen
deutlich gesunken, auch viele betroffene Regionen konnten von Minen und
Blindgängern geräumt werden. Dadurch ging auch die Zahl neuer Opfer
zurück. Dennoch seien 2008 noch 5.197 Menschen durch Landminen getötet
oder grausam verletzt worden. Einige besonders betroffene Länder wie
Bosnien-Herzegowina, Mosambik oder Kambodscha konnten die Räumung auf
ihrem Staatsgebiet noch nicht fristgemäß beenden.
Eine Schwachstelle sieht die Landminen-Kampagne
nach wie vor in der mangelnden Unterstützung der Opfer. Noch immer
würden in mehr als 80 Ländern Menschen von explosiven
Kriegshinterlassenschaften wie Landminen und Blindgängern bedroht. Sie
alle zählten zu den Opfern dieser Waffen, da ihr Lebensumfeld täglich
tödliche Gefahren berge. Fast 500.000 Menschen müssten als Überlebende
von Unfällen mit Landminen und Blindgängern versorgt werden.
Nachricht
13.11.2009
epo.de

