Im Vorfeld des UN-Klimagipfels in Kopenhagen hat das
Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) daran erinnert, dass
in den Ländern des Südens noch mehr als drei Milliarden Menschen - fast
die Hälfte der Weltbevölkerung - auf feste Brennstoffe wie Biomasse und
Kohle angewiesen sind. Zwei Millionen Menschen sterben jedes Jahr
vorzeitig, weil sie dem Rauch aus Holz- oder Kohlefeuern ausgesetzt
sind.
Der Bericht mit dem Titel "The Energy Access Situation in
Developing Countries, A Review Focusing on the Least Developed
Countries and Sub-Saharan Africa" beklagt, rund 1,5 Milliarden Menschen
hätten nach wie vor überhaupt keinen Zugang zu Elektrizität. 80 Prozent
dieser Menschen leben in den ärmsten Ländern Südasiens und
Subsahara-Afrikas.
Der Bericht
wurde von UNDP in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) und der Internationalen Energie-Agentur (IEA) zusammengestellt.
Er kommt zu dem Schluss, das Millenniums-Entwicklungsziel der Vereinten
Nationen, die globale Armut bis 2015 um die Hälfte zu verringern, könne
nur erreicht werden, wenn die betroffenen Menschen Zugang zu modernen
Energiequellen erhielten.
Nachricht
26.11.2009
epo.de

