Das klimapolitische Netzwerk Climate Justice Action (CJA) hat die geplante Verschärfung des Demonstrationsrechts durch die dänische Regierung anlässlich des Klimagipfels in Kopenhagen kritisiert. Man werde sich durch diesen "Versuch der Kriminalisierung und Einschüchterung sozialer Bewegung und zivilen Ungehorsams" nicht beeindruck lassen, erklärten deutsche Aktivisten der Bewegung für Klimagerechtigkeit am Donnerstag in Berlin.

Das sogenannte "Lümmelpaket" war am Donnerstag zur dritten und letzten Lesung in das dänische Parlament eingebracht worden. Es soll zu einer deutlichen Verschärfung des Demonstrationsrechts führen. Das Gesetzespaket sieht 40 Tage Gefängnis bei friedlichen Sitzblockaden vor, eine Verfünffachung von Bußgeldern für die Störung der öffentlichen Ordnung und eine Ausweitung der Vorbeugehaft aufgrund des Verdachts ordnungswidriger Absichten auf zwölf Stunden.

"Aus Deutschland werden über 2000 Aktivisten nach Kopenhagen fahren, um zu zeigen, dass wir vom Klimagipfel keine Lösung der Klimakrise, kein Mehr an globaler Gerechtigkeit zu erwarten haben. Davon werden uns die autoritären Drohgebärden der dänischen Regierung nicht abhalten", sagte Tadzio Müller von Climate Justice Action. "Verantwortung für diese Aushöhlung der Grundrechte trägt auch die deutsche Regierung, die an den polizeilichen Vorbereitungen des Gipfels beteiligt ist."

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Quelle: epo.de: Entwicklungspolitik online